Dienstag, 27. Mai 2014

Insel Nr. 2 - Florianopolis

Und weiter geht's..

In Florianopolis kamen wir Freitagnacht sehr spät an. Zur Info: Saskia macht dort gerade ihr Auslandssemster an der Uni. Somit konnte ich bei ihr übernachten.
Die Nacht war kurz, denn wir mussten früh aufstehen am nächsten morgen - und verschliefen natürlich. Nach großer Hektik fanden wir uns dann jedoch trotzdem 6:50Uhr am Busterminal wieder und durften 40Minuten auf unseren Bus warten. :D Unser Ziel war Tubarao, ca. 2h von Florianopolis entfernt. Einmal dort angekommen hieß es wieder warten, bis uns schließlich die Mutter von Saskias Mitbewohnerin abholte und wie nach Jaguaruna fuhren. Der Grund für unserern Ausflug war eine Art Dorffest, zu dem uns Patricia, Saskias Mitbewohnerin eingeladen hatte. Was uns genau erwartete wussten wir jedoch nicht.
Letztendlich stellte sich heraus, das das Ganze ein Rodeo war. Es war wirklich ziemlich groß, überall liefen Pferde umher und es gab Fleisch. Wirklich seeeehr viel Fleisch. Was sie da unter "grillen" verstehen ist schon etwas komisch. Da ist mir mein Hähnchen bzw. Fisch und Kartoffelsalat schon etwas lieber. :D Zwar hat es echt super geschmeckt, aber nach 2 Tagen war ich dann doch froh wieder etwas anderes essen zu können. Zumal sie wirklich halbe Rinderbrustkörbe auf de Grill legten. :D
Das große Glück an diesem Wochenende war, dass die Sonne die ganze Zeit schien. Patricias Familie war wirklich sehr gastfreundlich, doch leider konnte ich mich nicht mit ihnen unterhalten, sodass sich das Wochenende insgesamt etwas in die Länge zog und seeehr entspannt war.
Sonntagabend ging es dann wieder zurück nach Florianopolis. Da Saskia am Montag Unizeug zu erledigen hatte, blieb ich fast den ganzen Tag zu Hause. Im Nachhinein eine nicht allzu kluge Entscheidung, da Montag, abgesehen von Freitag und Samstag, noch der schönste Tag der Woche war.


Da Dienstag das Wetter jedoch auch noch relative gut war ging es an den Strand nach Lagoa. Mit dem Bus fuhren wir ca. eine halbe Stunde.
Und ich muss wirklich sagen, dass ich das Bezahlsystem wirklich witzig finde. Statt beim Busfahrer zu zahlen gibt es jemanden, der im Bus am Drehkreuz sitzt und das Geld einsammelt. Klingt jetzt vielleicht nicht allzu spannend aber es sah einfach witzig aus. Zudem kostet eine Fahrt nicht mal 1€! Da hören aber die Vorteile schon auf, denn es gibt weder einen Fahrplan noch einen Aushang an den Haltestellen, welcher Bus wo hält und langfährt. Aber ich schätze mit der Zeit bekommt man das raus wie man wohin kommt auf der Insel. :D


Erster Strandstop war dann am Praia Mole, der aufgrund des Wetters ziemliche leer war, aber nicht minder schön. Später beschlossen wir zum Praia Joaquina zu laufen. Und wie es der Zufall so wollte zog es sich dann auch auf und wir konnten dort noch ein paar Sonnenstrahlen genießen und den Surfern zuschauen. :)

Praia Mole


Sanddünen beim Praia Joaquina

Praia Joaquina







Am Mittwoch stand ein kurzer Ausflug ins Stadtzentrum auf dem Plan. Wir schlenderten durch ein paar Laden und besuchten ein Café. Dort gab es eine riiiiiesen Auswahl an Torten! Wirklich extreme lecker. Dadurch, dass meine heiße Schokolade leider ziemlich zähflüssig war, hatte ich dann einen ziemlichen Schokoschock! :D
Da kam ein frischgepresster Ananas-Erdbeer Saft wirklich wie gerufen! (Diese Teile vermisse ich wirklich! :D)
Am Abend gingen wir essen und zwar in ein italienisches Buffet Restaurant (diese Teile lieben sie da echt). Das heißt für gut 10 Euro konnten wir so viel essen wie wir wollten. Neben Nudeln und Aufläufen kamen die Kellner immer mit verschiedenen Pizzen an den Tisch von denen man sich dann bedienen konnte. Und da das natürlich noch nicht genug war, gab es am Ende noch Eis und süße Pizza! Ich glaub ich muss euch nicht sagen, wie satt wir hinterher waren. :D



Donnerstag wurde das Wetter zum Gluck wieder etwas besser. Eine Freundin von Saskia (die zum Glück deutsch sprach, da sie durch einen Schüleraustausch einige Zeit in Deutschland war), nahm uns in ihrem Auto mit in den Süden der Insel. Da auch Saskia vorher noch nie dort war, also eine gute Entscheidung. Zunächst stoppten wir bei Morro das Pedras, einem Aussichtspunkt mit tollem Blick auf einen, wie sollte es anders sein, Surferstrand. Teilweise lies sich sogar die Sonne blicken, was mir natürlich sehr gefiel.
Weiter ging es zum Praia da Armacao. Auch dort liefen wir ein bisschen umher, machten selbstverständlich ganz viel Fotos und genossen die Sonnenstrahlen.
Unser dritter und letzter Stop auf dieser Reise war der Praia do Campeche. Dort gab es erst einmal was zu essen (lecker, lecker und wie immer total billig und super viel!) und einen kleinen Strandspaziergang inclusive einem Nachmittagsschläfchen. Sehr entspannt also. :)
Zu guter Letzt hielten wir in Lagoa. Dort gab es einige Marktstände (und ich meine die Verkäufer sahen teilweise wirklich wie Hippies aus :D) an denen man Schmuck kaufen konnte. Noch schnell ein paar Souvenirs kaufen war also angesagt. Belohnt wurden wir mit einem super schönen Sonnenuntergang.
Natürlich hätte das Wetter noch ein bisschen schooner sein können, aber immerhin war mir das Wetter wohl gesonnen am Freitag und Samstag.
An diesem Abend gingen wir noch ins Kino (wieder mal deutlich billiger als in Deutschland) und ließen so den Tag ausklingen.

Morro das Pedras


Beim Praia do Armacao



Praia do Campeche


Sonnenuntergang in Lagoa



Freitag - mein vorletzter Tag - bekamen wir Besuch von Saskias Mum. Das heißt, dass wir zuerst noch einmal im Zentrum schlenderten und fuhren dann wieder an den Strand bei Lagoa, den Praia Mole. Und bei strahlendem Sonnenschein sah es wirklich schon viel schöner aus! Nach ein paar Stunden Sonne liefen wir zurück nach Lagoa und nahmen von dort aus den Bus nach Hause. Am Abend ging es noch fein Sushi essen. Sehr lecker. :D

Im Zentrum


Lagoa


Praia Mole



Ja und dann war er auch schon da, mein letzter Tag. Wir entschlossen uns einen Bootsausflug zu machen und entlang der Küste zu 2 kleinen Inseln zu fahren. Mittagessen gab es natürlich direkt am Strand. Die Strände, das Wasser, die Palmen - es war einfach alles traumhaft schön! Was kann es besseres geben als auf dem Deck zu liegen und sich zu sonnen. :D Insgesamt also ein wunderbar gelungener Tag.















Am Abend stand mir dann natürlich noch das Kofferpacken und eine sehr kurze Nacht bevor, da mein Flieger bereits um 6 Uhr in Richtung Sao Paolo abhob. Und ich hatte es irgendwie im Gefühl, dass es Probleme mit meinem Koffer geben würde. Als ich also später in  Rio ankam durfte ich also feststellen, dass mein Koffer nicht da war - mal wieder.
Natrülich gab es weit und breit keinen, der Englisch sprach. Also bei der WM werden echt viele Leute ihren Spaß haben, wenn selbst am Flughafen ihnen keiner helfen kann.
So kam es also, dass eine Frau mir auf portugiesisch versuchte zu erklären, dass ich dort auf den nächsten Flieger aus Sao Paolo warten sollte . Ich glaub ich muss euch nicht sagen, dass ich mit den Nerven ziemlich am Ende war! Doch dieses Mal hatte ich wirklich enormes Glück, denn mein Koffer kam tatsächlich mit dem nächsten Flieger an! Jemand hatte einfach auf dem Kofferaufkleber rumgekritzelt und eine andere Flugnummer aufgeschrieben. Meine Begeisterung hielt sich in Grenzen.
Der Flughafen in Rio war schnell gewechselt und dann hieß es warten, warten, warten bis es endlich nach Amsterdam und später nach Berlin ging. Gut 30 Stunden war ich unterwegs und dann wirklich froh wieder zu Hause zu sein. :D

Blick auf Sao Paolo - Häuser über Häuser

Blick auf Rio - auf dem Berg rechts ist die Christus Statue

Blick auf den Zuckerhut

Das waren also meine Tage im fernen Brasilien - dem Land der Flip Flops und langen Wartezeiten! :D Es war wirklich toll, einen Einblick in die Kultur und das Land zu bekommen.
Mittlerweile liegt auch schon unser Ausflug nach Florenz hinter mir. Davon werde ich selbstverständlich auch noch kurz berichten - später. :D


Bis dahin
Carmen



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen